Veranstaltung

Galeriegespräch "Zivilgesellschaft und Militär"

heimatfront – bühnenbilder des krieges—home front – staging war
So, 17. Oktober 2021
15:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

im Begleitprogramm der Ausstellung „Heimatfront“
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Beschreibung

Fotografien von Claudio Hils in der Kreisgalerie Schloss

Pfeifkonzerte bei öffentlichen Rekrutenvereidigungen, Schulen, die sich mancherorts gegen den Besuch von Jugendoffizieren zur Informierung über die Bundeswehr und die dort gebotenen Berufsaussichten wehren, eine höchst schwierige Diskussion um die Schaffung einer nationalen Gedenkstätte für die im Afghanistan-Einsatz ums Leben gekommenen mehr als 50 Bundeswehrsoldaten: Die deutsche Zivilgesellschaft und auch die politischen Parteien tun sich schwer mit Militär und militärischer Prävention, die in ihrer Notwendigkeit zwar grundsätzlich mehrheitlich anerkannt werden, die man gleichwohl aus dem gesellschaftlichen Alltag verdrängt und in ihren Konsequenzen der Gewaltanwendung und des Waffeneinsatzes großenteils ablehnt.

Im Begleitprogramm der Ausstellung „Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges“ mit Fotografien von Claudio Hils von Militärstandorten im Landkreis Sigmaringen findet am kommenden Sonntag, 17. Oktober 2021, 15 Uhr, ein öffentliches Galeriegespräch unter dem Titel „Zivilgesellschaft und Militär“ statt. Gesprächsteilnehmer sind Oberstleutnant Tobias Daniek, bis 2020 Leiter des Übungszentrums Spezielle Operationen in Pfullendorf, Oberst Jochen Gumprich, Standortältester der Bundeswehr in Stetten a.k.M., der Fotograf Claudio Hils aus Mengen, Frieder Kammerer von der Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau und Maik Lehn, Bürgermeister der Standortgemeinde Stetten a.k.M..

Das aus einer fünfjährigen Recherche hervorgegangene fotografische Ausstellungsprojekt gibt Einblicke in heutige militärische Tabuzonen direkt vor unserer Tür: „Heimatfront“ setzt sich mit Räumen zur militärischen Ausbildung und zur Terrorabwehr auseinander. Dabei überlagern sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft, wenn die verlassenen Militärstandorte aus Zeiten des Kalten Krieges festgehalten, die Gegenwart in Form von heutigen Übungsgeländen und „Bühnenbildern des Krieges" seziert sowie der Ausblick in virtuelle Welten der Ausbildungssoftware der Bundeswehr gegeben wird. Die Aufnahmen sind an vier aktuellen wie auch ehemaligen Militärstandorten im heutigen Landkreis Sigmaringen entstanden: der Staufer-Kaserne Pfullendorf, den ehemaligen amerikanischen Sondermunitionslagern Inneringen und Mottschieß, dem Truppenübungsplatz und Lager Heuberg.

Abbildung:Claudio Hils: Staufer-Kaserne Pfullendorf, Maze House – Perspektive der Ausbilder beim Auffinden eines Verwundeten, 2020 (Vorlage: Kreisgalerie Schloss)

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Veranstaltungsort
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Kosten

Diese Veranstaltung ist kostenfrei.

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Hinweise

Für den Besuch ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz, ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) sowie die Hinterlassung der Kontaktdaten erforderlich.


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Veranstalter
Landkreis Sigmaringen
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