Veranstaltung
„Mäzene, Sammler und Chronisten: Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels“
So, 15. Juli 2012 bis So, 16. September
Mäzene, Sammler, Chronisten
Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels
Die Herren und Grafen von Zimmern haben im 16. Jahrhundert im wörtlichen und übertragenen Sinn Geschichte geschrieben. Das politisch nur wenig bedeutende Adelsgeschlecht von der oberen Donau und vom oberen Neckar war mit seiner kulturellen Repräsentation im Zeitalter von Renaissance und Humanismus stilbildend für große Teile des schwäbischen Adels und hat mit seiner chronikalischen Tätigkeit, als Bauherren, Sammler und Mäzene Werke von europäischem Rang hinterlassen. Mit der Zimmernschen Chronik, den Hinterlassenschaften ihres historiografischen und literarischen Schaffens, den Überresten ihrer bedeutenden Bibliothek und „Wunderkammer“, den sakralen Werken des von ihnen mäzenatisch geförderten Meisters von Meßkirch und nicht zuletzt den Schlossbauten von Meßkirch und Wildenstein sind die Zimmern auch 400 Jahre nach ihrem Aussterben lebendig geblieben. Die drei letzten Generationen des Geschlechtes und hier insbesondere Graf Gottfried Werner als Auftraggeber des Meisters von Meßkirch und Bauherr der Festung Wildenstein, sein Bruder, der Kammerrichter, Historiograph und Sammler Graf Wilhelm Werner, deren Neffe Graf Froben Christoph, der Verfasser der Zimmernschen Chronik und Bauherr des Meßkircher Renaissance-Schlosses, und schließlich dessen Sohn und Ultimus der Familie Graf Wilhelm als Vollender des zimmernschen Musenhofes in Meßkirch und erfolgreicher Diplomat auf europäischem Parkett haben sich in die abendländische Kulturgeschichte eingeschrieben.
Die von den Landkreisen Sigmaringen und Rottweil sowie der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur organisierte Ausstellung „Mäzene, Sammler, Chronisten: Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels“ führt jetzt herausragende Zeugnisse des kulturellen Wirkens der Grafen von Zimmern auf Zeit an die Orte ihrer einstigen Entstehung zurück. Die kulturgeschichtlich interessierte Öffentlichkeit erwartet vom 15. Juli bis 16. September 2012 in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch und in der Folge vom 30. September bis 2. Dezember 2012 im Dominikanermuseum Rottweil eine besondere Ausstellung, zu der 25 öffentliche und private Archive, Bibliotheken, Museen und Sammlungen in Baden-Württemberg, Bayern, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden Leihgaben zur Verfügung stellen. Herausragende Höhepunkte der Schau sind die Originalhandschriften der Zimmernschen Chronik, der nach 250 Jahren wieder zusammengeführte einstige Hochaltar des Meisters von Meßkirch aus der Meßkircher Martinskirche, das perspektivische Wunderwerk der Zimmernschen Anamorphose und der Zimmernsche Totentanz. Zahlreiche Zeugnisse finden sich darüber hinaus zur Familiengeschichte, der Herrschaftspraxis und zur real belegten wie fiktiv konstruierten Herkunft des Geschlechtes. Über die Zimmern hinaus nimmt die Ausstellung anhand vielfach hochkarätiger Exponate insbesondere der Adelshäuser Fürstenberg, Hohenzollern und Waldburg das kulturelle Leistungsvermögen des schwäbischen Adels in der Zeit von Renaissance und Humanismus in den Blick.
Eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen des anspruchsvollen Ausstellungsvorhabens war die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) und die EnBW Regional AG, die Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg und insbesondere die Kreissparkasse Rottweil, die Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch und die Hohenzollerische Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen, die Stiftung Oberschwaben, die Städte Meßkirch und Rottweil sowie den Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein.
Die Ausstellung ist in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch vom 15. Juli bis 16. September 2012 jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Donnerstagen habe die Museen von 10 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet. Öffentliche Führungen werden jeweils sonntags um 15 Uhr angeboten, sowie am Donnerstag, den 06.09. und 13.09. um 19 Uhr.Darüber hinaus können Sonderführungen für Gruppen gebucht werden. Zur Ausstellungen werden verschiedene Begleitveranstaltungen angeboten, darunter eine Exkursion zu den zimmernschen Burgen und Schlössern in Herrenzimmern, Wildenstein und Meßkirch am 8. September, eine Tagung mit neuen Forschungsbefunden zu den Zimmern am 14. und 15. September in Schloss Meßkirch und schließlich ein Konzert mit geistlicher Musik aus dem Umfeld der Grafen von Zimmern am 16. September in der Pfarrkirche St. Martin Meßkirch. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Katalogbuch mit 16 Beiträgen zu den Grafen von Zimmern und ihren Kulturleistungen sowie der Abbildung und Beschreibung sämtlicher 70 Exponate, die in der Ausstellung zu sehen sind. Der Katalog ist in der Ausstellung für 25 Euro und im Buchhandel mit Schuber für 34,95 Euro erhältlich.
Kontakt:
Landratsamt Sigmaringen, Kultur und Archiv, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen, Tel. 07571/102-1141, e-mail: kreisarchiv@LRASIG.de
Stadt Meßkirch, Tourist-Information, Schlossstraße 1, 88605 Meßkirch,
Tel. 07575/20646, e-mail: info@messkirch.de
Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
www.grafen-von-zimmern.de
Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels
Die Herren und Grafen von Zimmern haben im 16. Jahrhundert im wörtlichen und übertragenen Sinn Geschichte geschrieben. Das politisch nur wenig bedeutende Adelsgeschlecht von der oberen Donau und vom oberen Neckar war mit seiner kulturellen Repräsentation im Zeitalter von Renaissance und Humanismus stilbildend für große Teile des schwäbischen Adels und hat mit seiner chronikalischen Tätigkeit, als Bauherren, Sammler und Mäzene Werke von europäischem Rang hinterlassen. Mit der Zimmernschen Chronik, den Hinterlassenschaften ihres historiografischen und literarischen Schaffens, den Überresten ihrer bedeutenden Bibliothek und „Wunderkammer“, den sakralen Werken des von ihnen mäzenatisch geförderten Meisters von Meßkirch und nicht zuletzt den Schlossbauten von Meßkirch und Wildenstein sind die Zimmern auch 400 Jahre nach ihrem Aussterben lebendig geblieben. Die drei letzten Generationen des Geschlechtes und hier insbesondere Graf Gottfried Werner als Auftraggeber des Meisters von Meßkirch und Bauherr der Festung Wildenstein, sein Bruder, der Kammerrichter, Historiograph und Sammler Graf Wilhelm Werner, deren Neffe Graf Froben Christoph, der Verfasser der Zimmernschen Chronik und Bauherr des Meßkircher Renaissance-Schlosses, und schließlich dessen Sohn und Ultimus der Familie Graf Wilhelm als Vollender des zimmernschen Musenhofes in Meßkirch und erfolgreicher Diplomat auf europäischem Parkett haben sich in die abendländische Kulturgeschichte eingeschrieben.
Die von den Landkreisen Sigmaringen und Rottweil sowie der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur organisierte Ausstellung „Mäzene, Sammler, Chronisten: Die Grafen von Zimmern und die Kultur des schwäbischen Adels“ führt jetzt herausragende Zeugnisse des kulturellen Wirkens der Grafen von Zimmern auf Zeit an die Orte ihrer einstigen Entstehung zurück. Die kulturgeschichtlich interessierte Öffentlichkeit erwartet vom 15. Juli bis 16. September 2012 in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch und in der Folge vom 30. September bis 2. Dezember 2012 im Dominikanermuseum Rottweil eine besondere Ausstellung, zu der 25 öffentliche und private Archive, Bibliotheken, Museen und Sammlungen in Baden-Württemberg, Bayern, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden Leihgaben zur Verfügung stellen. Herausragende Höhepunkte der Schau sind die Originalhandschriften der Zimmernschen Chronik, der nach 250 Jahren wieder zusammengeführte einstige Hochaltar des Meisters von Meßkirch aus der Meßkircher Martinskirche, das perspektivische Wunderwerk der Zimmernschen Anamorphose und der Zimmernsche Totentanz. Zahlreiche Zeugnisse finden sich darüber hinaus zur Familiengeschichte, der Herrschaftspraxis und zur real belegten wie fiktiv konstruierten Herkunft des Geschlechtes. Über die Zimmern hinaus nimmt die Ausstellung anhand vielfach hochkarätiger Exponate insbesondere der Adelshäuser Fürstenberg, Hohenzollern und Waldburg das kulturelle Leistungsvermögen des schwäbischen Adels in der Zeit von Renaissance und Humanismus in den Blick.
Eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen des anspruchsvollen Ausstellungsvorhabens war die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) und die EnBW Regional AG, die Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg und insbesondere die Kreissparkasse Rottweil, die Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch und die Hohenzollerische Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen, die Stiftung Oberschwaben, die Städte Meßkirch und Rottweil sowie den Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein.
Die Ausstellung ist in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch vom 15. Juli bis 16. September 2012 jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An Donnerstagen habe die Museen von 10 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet. Öffentliche Führungen werden jeweils sonntags um 15 Uhr angeboten, sowie am Donnerstag, den 06.09. und 13.09. um 19 Uhr.Darüber hinaus können Sonderführungen für Gruppen gebucht werden. Zur Ausstellungen werden verschiedene Begleitveranstaltungen angeboten, darunter eine Exkursion zu den zimmernschen Burgen und Schlössern in Herrenzimmern, Wildenstein und Meßkirch am 8. September, eine Tagung mit neuen Forschungsbefunden zu den Zimmern am 14. und 15. September in Schloss Meßkirch und schließlich ein Konzert mit geistlicher Musik aus dem Umfeld der Grafen von Zimmern am 16. September in der Pfarrkirche St. Martin Meßkirch. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Katalogbuch mit 16 Beiträgen zu den Grafen von Zimmern und ihren Kulturleistungen sowie der Abbildung und Beschreibung sämtlicher 70 Exponate, die in der Ausstellung zu sehen sind. Der Katalog ist in der Ausstellung für 25 Euro und im Buchhandel mit Schuber für 34,95 Euro erhältlich.
Kontakt:
Landratsamt Sigmaringen, Kultur und Archiv, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen, Tel. 07571/102-1141, e-mail: kreisarchiv@LRASIG.de
Stadt Meßkirch, Tourist-Information, Schlossstraße 1, 88605 Meßkirch,
Tel. 07575/20646, e-mail: info@messkirch.de
Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
www.grafen-von-zimmern.de
Eintrittspreise:
Erwachsene (inkl. Rentner): 3 €
ermäßigt: 2 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei
Führungen:
Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt, sowie am Donnerstag den 06.09. und 13.09. um 19 Uhr: 2 € Aufschlag zum Eintritt pro Person
Sonderführungen für Gruppen auf Anfrage: 40 € pro Gruppe (max. 30 Personen)
Erwachsene (inkl. Rentner): 3 €
ermäßigt: 2 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei
Führungen:
Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt, sowie am Donnerstag den 06.09. und 13.09. um 19 Uhr: 2 € Aufschlag zum Eintritt pro Person
Sonderführungen für Gruppen auf Anfrage: 40 € pro Gruppe (max. 30 Personen)
Katalogverkauf im Eingangsbereich
Weitere Informationen zum Herunterladen:
- Begleitprogramm
- Oberschwabentag am 22.07.2012
Weitere Informationen zum Herunterladen:
- Begleitprogramm
- Oberschwabentag am 22.07.2012
Landkreis Sigmaringen und Stadt Meßkirch
Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer Zimmernausstellung 2012